Rüdiger Henke in den Ruhestand verabschiedet: Menschen mitnehmen und begeistern

Rüdiger Henke in den Ruhestand verabschiedet: Nicht nur Jugendliche und Mitarbeitende in der Jugendarbeit dominierten das Bild beim Abschiedsgottesdienst: Auch zahlreiche „ältere Semester“, Verwandte und „Ehemalige“ waren gekommen, um sich bei Rüdiger Henke für bereichernde Zeiten und Begegnungen zu bedanken. Nach über 40 Jahren Dienst in der evangelischen Kirche, zuletzt 24 Jahre als Jugendreferent und seit 2012 auch als Gemeindedienstreferent im Kirchenkreis Wetzlar, ist der 63-Jährige am Tag vor Heiligabend im Gemeindezentrum Dalheim verabschiedet worden.

„Du hast Jugendliche und Erwachsene ernst genommen, hast aktuelle Themen reflektiert und den Menschen geholfen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen“, sagte Superintendent Jörg Süß bei der Entpflichtung und Segnung. „Dabei hattest du ein gutes Gespür dafür, was Menschen beschäftigt und was sie bewegt.“ Henke sei ein lebendiger Zeuge, der sich nicht schäme, anderen von Christus zu erzählen. „Im Namen des Kreissynodalvorstandes und des Kirchenkreises danke ich dir für den Einsatz deiner Gaben und Kräfte im Kirchenkreis.“

Seinen Konfirmationsspruch aus dem 1. Kapitel des Römerbriefes, Vers 16, hatte Rüdiger Henke, der seit 2005 zum Prädikanten ordiniert ist, für seine Predigt ausgewählt. Sie stand unter dem Motto „feiertagstauglich – alltagstauglich – zukunftstauglich“ und war geprägt von anschaulichen Bildern und Aktionen. „Das Evangelium ist feiertagstauglich und nichts, wofür man sich schämen müsste“, erklärte der Jugendreferent vor mehr als 270 Anwesenden. Um die explosive Kraft Gottes deutlich zu machen, die aus dem Evangelium kommt, zündete er ein kleines Tischfeuerwerk an. „Ein Zukunftsmodell Kirche kann es nur dort geben, wo Menschen im Glauben explodieren“, so Henke, der die Jugendlichen ermutigte, ihren Platz in der Gemeinde zu suchen: „Traut euch, schämt euch nicht, redet von der Kraft Gottes!“

Musikalisch und liturgisch gestalteten mit Johanna Schmidt, Carina Bunk und Thorsten Hellhund ehemals Mitarbeitende in der Jugendarbeit den Gottesdienst. Lea Sofia Nikiforow erfreute die Gottesdienstbesucher mit Liedvorträgen wie „Denn dass da ein Engel ist, hab ich sofort gewusst“, und „Our God“. Die Orgel spielte Saskia Gabriel.

Bei der Nachfeier, durch die Laura Lücke führte, wurden viele Erinnerungen wach. Dafür sorgten die Präsentation zahlreicher Bilder aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten, ein Koffer mit Symbolen für besondere Eigenschaften Henkes, den Johanna Schmidt ihm schenkte und zwei Grußworte von Menschen, die an gute Erfahrungen als Jugendliche und Erwachsene mit Rüdiger Henke zurückdachten. Hier bedankten sich Regine Biedermann aus Leopoldshöhe bei Bielefeld, die, angeregt durch Rüdiger Henke, Verantwortung für eine Mädchenjungschar übernahm und Dr. Frank Rudolph, jetzt Pfarrer in Niederweidbach, der Henke in der damaligen Evangelischen Kirchengemeinde Heilig Geist in Wetzlar kennenlernte, wo der spätere Jugendreferent als Gemeindehelfer tätig war. Der Geistliche bezeichnete Henke als einen Mann, der Ethik, Spiritualität und Theologie sinnvoll miteinander verbunden hätte, der Mitarbeiter motivieren, Feiern organisieren, Menschen mitnehmen, begeistern und Netze knüpfen konnte und einen Blick für die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit für die Kirche gehabt hätte.

Zwei Königskronen erhielten Pfarrer Christian Silbernagel und Kaya Heinzerling, die viele Jahre gemeinsam mit Rüdiger Henke zu Freizeiten gefahren waren.

Manuela Kunick und Berit Krohn begleiteten die Feier mit ansprechenden Keyboard- und Querflötenklängen.

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