Burkinischer TIKATO-Partner Michael Yanogo verstorben

Seit den 80er Jahren war Michael Yanogo aus Burkina Faso Partner und Freund der TIKATO-Gruppe in den Kirchenkreisen Braunfels und Wetzlar.

Jetzt verstarb er nach schwerer Krankheit am Sonntag in Ouagadougou im Beisein seiner Familie. Um ihn trauern seine Frau Leocadie, drei Kinder mit ihren Familien und drei Enkel.

Yanogo wollte noch im Juni nach Wetzlar kommen und alles war von beiden Seiten geplant. Yanogo beriet zu Beginn die TIKATOgruppe in ihren Projekten des Ackerbaus und der Nahrungsmittelsicherung aus ökologischer Sicht als Direktor des Ökologischen  Zentrums Albert Schweitzer in Ouagadougou.

Seit vielen Jahren sind es die Projekte in Tiguendalgue einer Region nahe der Hauptstadt Ouagadougou, über die kleine Organisation TEENB-KETA (Die Hoffnung bleibt), die viele Gemeinden hier unterstützt haben wie zum Beispiel besondere Mare zur Wassernutzung, Solarenergie für Kirche und Dorf, Bienenzucht, Seifenproduktion durch Frauenkooperative, Mangotrocknung, Eselanspannung, ein Fußballplatz, eine große Entbindungsstation und dazu gehörende Wohnhäuser für Hebammen. Das aktuelle Projekt, der Kindergarten –Anbau,war Michael Yanogo ein besonderes Anliegen und wird von vielen Gemeinden in Wetzlar und im Raum Gießen unterstützt. Das wird auch weiterhin von TIKATO unterstützt.

Yanogos Blick galt auch immer Kindern und Jugendlichen hier. So besuchter er die Launsbacher Grundschule und die Wetzlarer Goetheschule im direkten Kontakt mit den jungen Menschen mehrmals. Die Superintendenten Roland Rust, Jörg Süß, früher Dieter Abel und Ute Kannemann, ließen sich bei seinen zahlreichen Besuchen von Burkina Faso berichten und standen in einem partnerschaftlichen Austausch.

Yanogo referierte schon 2007 in Burgsolms als Experte anlässlich der "Globalisierung und Armut- Synode" aus westafrikanischer Sicht. "Mit Michael Yanogo ist ein sehr treuer Freund und verlässlicher Weggefährte von uns gegangen. Er hat uns bei den Aufenthalten in Burkina Faso immer einen besonderen und tiefen Einblick in die Welt, Kultur und Mentalität der Menschen in Burkina Faso ermöglicht. Dadurch konnte eine Partnerschaft auf tatsächlicher Augenhöhe entstehen. Wir werden seine Ziele von unserer Warte aus weiter mit verfolgen", versichert die TIKATO-Vorsitzende und langjährige Freundin des Hauses Yanogo Heidi Stiewink. Sie wird mit Wilhelm Wilmers im Dezember das Grab von Michael Yanogo im Dorf Tiguendalgue besuchen.

Die Evangelische Kirchengemeine Wetzlar auf Initiative der Kreuzkirche widmet sich intensiv dieser Partnerschaft. Vor allem die Entbindungsstation, aber auch der Fußballplatz und der kleine Kindergarten, der dringend Hilfe zum Aus- oder Neubau bedarf, wurden finanziell unterstützt.

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