Besucher erleben Drohnenflug im Dom mit

Aufhängung der gotischen Kreuzigungsgruppe überprüft

Da haben die touristischen Besucher im Wetzlarer Dom nicht schlecht gestaunt. Während einer Führung stieg eine Drohne in dem Gotteshaus auf bis hoch zur Decke. Normalerweise fliegen die sogenannten Cryptocopter im Freien. Der Aßlarer Dominik Neul vom Unternehmen Flyer Expressions ließ seine Drohne mit Erlaubnis der Dombauverwaltung in dem Gotteshaus fliegen. Beauftragt hatte ihn Diplom-Ingenieur Lennert Schultz. Der Sachverständige für Schäden an Gebäuden und der Restaurator Berthold Engel überprüfen im Auftrag des Dombauvereins den Dom immer wieder auf mögliche Schäden. In diesem Fall ging es um die Aufhängung der Kreuzigungsgruppe im Triumphbogen zum Chor, unter der nahezu alle Besucher hindurch gehen. Vermutlich seit dem Wiederaufbau des durch Bomben des Zweiten Weltkriegs teilweise zerstörten Doms, hängt die Kreuzigungsgruppe mit Christus am Kreuz, seiner Mutter Maria links und dem Jünger Johannes rechts an dieser Stelle. Schultz erhielt den Auftrag, die Sicherheit der Aufhängung zu überprüfen. Um nicht einen Hubwagen in die Kirche transportieren zu müssen, entschied sich der Sachverständige für die Befliegung. Während die Drohne in der Luft schwebte, konnte er sich das von einer an der Unterseite der Drohne angebrachten Kamera übertragene Videobild bei Neul an der Fernsteuerung ansehen.

Beim ersten Auswerten der Bilder waren weder am Kreuz noch an dem Deckengewölbe und auch nicht an der Metallaufhängung etwas Schadhaftes zu sehen. Schultz wird die Bilder aber noch am eigenen Bildschirm anschauen und bewerten.

 

Die Kreuzigungsgruppe im Wetzlarer Dom.
Die Kreuzigungsgruppe im Wetzlarer Dom.

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