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700 Flüchtlinge in der Stadt und 7.000 im Kreis sind weiterhin Aufgabe an die Gesellschaft Aus Willkommens-Cafés werden Intergrationsstätten

Das Engagement von Wetzlarer Bürgern in der Betreuung der Flüchtlinge hat die Stadtgesellschaft verändert. Darauf hat Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) bei einem Treffen der Helfer in der Kreuzkirche hingewiesen. Wagner dankte den Bürgern, die sich über den Arbeitskreis Flüchtlinge in der Betreuung der Camps sowie in den Willkommens-Cafés der Kirchen sowie in der Flüchtlingsarbeit im Lahn-Dill Kreis einsetzen. Zunächst hätten die Behörden Probleme gehabt, Ehrenamtliche bei der Betreuung der Flüchtlinge einzusetzen, räumte Wagner ein. Über die Monate sei aber ein gutes Miteinander entstanden, das geholfen habe, den ankommenden Menschen ein würdiges Dasein zu gestalten. Er sei der Flüchtlingshilfe sehr dankbar für die Form der Kommunikation. Und er räumte ein, dass die Ehrenamtler auch der Stachel waren, der auf Missstände hingewiesen hat. Mit dem Verlegen der letzten 140 Flüchtlinge am 20. Juni gehe die Zeit der Außenstelle des hessischen Erstaufnahmelagers zu Ende. In der Stadt lebten aber bereits 700 Flüchtlinge. Sie zu integrieren sei nun eine gemeinsame Aufgabe. Er rief die Mitglieder des Arbeitskreises auf, an der Aufgabe der Integration weiter mitzuarbeiten.

Diakon Harald Würges (Niedergirmes) ließ die vergangenen Monate noch einmal Revue passieren. Für die Mitarbeiter in den Willkommens-Cafés seien nicht Schwärme von Flüchtlingen gekommen, sondern einzelne Menschen, deren Schicksal es galt, wahrzunehmen. Es seien Freundschaften in dieser Zeit entstanden und Flüchtlinge hätten Heimat gefunden in den beteiligten evangelischen und katholischen Kirchengemeinden sowie in den Freikirchen. Zudem sei es gelungen, auch ungewöhnliche Dinge auf den Weg zu bringen. So waren Flüchtlinge eingeladen ins Kino, zum Hessentag, in die Burg Greifenstein, ins CVJM-Freizeitheim Rodenroth, zum Spiel der HSG und zu weiteren Ausflügen. Dies trage dazu bei, dass die Menschen wieder zu leben lernen. Dass nicht alles Sonnenschein ist, machte Würges an der Rechtslage deutlich. Die Fristen bei Ausweisungen seien so eng gewählt, dass es kaum noch möglich sei, einzuschreiten. Als sichere  Drittstaaten würden Ländern wie Afghanistan und die Magreb-Staaten in Nordafrika erklärt, obwohl dort Krieg herrscht. Der Arbeitskreis sehe seine Aufgabe auch darin zu stören, weil es um die Rechte dieser Menschen gehe. 
Die noch verbliebenen Flüchtlinge hätten sich sehr gewünscht, nun in Wohnungen umziehen zu können. Nun seien sie enttäuscht, dass sie zunächst erneut in einem Lager in Gießen leben müssten.
Auch der Campleiter Friedhelm Block und seine Kollegin Karin Ohm-Winter vom Regierungspräsidium in Gießen sprachen den Helfern ihren Dank aus. Darin schlossen sie  auch die Moscheengemeinden ein, die sich ebenfalls für die Flüchtlinge eingesetzt haben.
Bettina Twrsnick  von der Flüchtlingshilfe Mittelhessen wies darauf hin, dass im Camp viele Sprachbücher verteilt wurden.  Dank vieler Spender und dass es vier Tage in der Woche Deutschunterricht gibt. Andere hätten Spielgeräte gebracht oder „Duschasyl“ gewährt. Jetzt gehe es darum, die zugewiesenen Flüchtlinge, 700 in der Stadt und 7.000 im Lahn-Dill-Kreis durch Ehrenamtsarbeit bei der Integration zu unterstützen. Dazu brauche es Experten, die sich in Sachen Asylrecht fortbilden, die helfen bei Behördengänge und die Menschen durch die Bürokratie begleiten. Ferner brauche es Helfer zum Anmieten von Wohnungen für Menschen, die eine hohe Bleibeperspektive haben. Etliche Flüchtlinge hätten die Hoffnung, dass sie ihre Familien nachziehen lassen können. Auch hier sei Unterstützung gefragt. Von Behördenseite gebe es zu wenig Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache. Deshalb brauche  es Helfer für Sprachunterricht und für das Übersetzen von Urkunden.
Um die Helfer darauf vorzubereiten bietet der Arbeitskreis in den nächsten Wochen Schulungen an. In 40 Gemeinden des Kreises haben sich Helferteams gebildet, die nun die Willkommens-Cafés in Integrationsstätten umgestalten werden.

 

100 ehrenamtliche Helfer des Arbeitsrkeises Flüchtlingshilfe informierten sich über den Fortgang der Willkommens-Cafés.
100 ehrenamtliche Helfer des Arbeitsrkeises Flüchtlingshilfe informierten sich über den Fortgang der Willkommens-Cafés.

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